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 Sonderstudie „Ihr Geld und der 3. Weltkrieg"

Auszug aus dieser Studie:


Auszug aus unserer Sonderstudie „Ihr Geld und der dritte Weltkrieg" von www.sicheres-vermoegen.de

Wenn man den Syrien- und Ukraine-Konflikt, sowie andere Konflikte/Kriege nicht nach politischen Aspekten betrachtet (hier herrscht meist eine Propagandaschlacht auf beiden Seiten), sondern rein nach Finanztechnischen Gesichtspunkten (wem nützt ein Konflikt finanziell?), kommt man überraschend oft zu ganz anderen Ergebnissen und Interpretationen.

  • Warum haben die USA beispielsweise nach den Ereignissen des 11. September 2001 den Irak beim „Krieg gegen den Terror" angegriffen, obwohl doch 15 der 19 Attentäter Saudis waren?
  • Warum hat man nicht Saudi-Arabien bombardiert, ein Land, welches zudem die viel beschworenen Menschenrechte mit Füßen tritt? Warum hat man der Welt das Märchen von den „Massen­vernichtungswaffen" Saddam Husseins erzählt?
  • Warum greift man nicht (gemeinsam mit Russland) massiv im Irak und Syrien ein, wo mordende Banden der islamistischen IS das Land zu übernehmen drohen, mit dem Ziel, aus dem Irak udn Syrien einen Islamistischen Gottesstaat zu machen? Oder ist dies etwa so gewollt von den Amerikanern mit ihren saudischen Verbündeten? Ist der IS in etwa sogar eine "Aufzucht" der USA und Saudi-Arabiens?

Alleine an den Fragen erkennen Sie bereits, dass es dem westlichen Wertebündnis mit der NATO als militärischem Arm nicht um „Demokratie und Menschenrechte" geht (dann hätte man zum Beispiel schon längst gegen Saudi-Arabien vorgehen oder Sanktionen verhängen müssen), sondern um andere Dinge. Doch um was geht es dann?
Darauf werden wir gleich zu sprechen kommen.

Die Geopolitische Strategie der USA nach Zbigniew Brzezinski

Zunächst müssen wir ein paar Jahre zurück gehen, nämlich ins Jahr 2008. Damals veröffentlichte der wichtigste Berater der US-Regierung Zbigniew Brzezinski, der neben Henry Kissinger als einer der führenden Strategen amerikanischer Außenpolitik im 20. Jahrhundert gilt, ein Update zu seinem Hauptwerk, dem 1997 veröffentlichten Buch „The Grand Chessboard", das einen tiefen Einblick in die langfristigen Interessen amerikanischer Machtpolitik gewährt.

Wir zitieren aus einem Artikel von Hintergrund.de aus dem Jahr 2008, der die kommende Präsidentschaft Obamas auf fatale Weise präzise vorhersagte:
„Die wesentliche Differenz zwischen Brzezinski und den Neokonservativen besteht im Verhältnis zum Islam und zu Israel. Brzezinski setzt sich für eine konstruktive Lösung des Israel-/Palästinenser-Konfliktes ein. Denn als klassischem Geopolitiker sind ihm, anders als Bush junior, religiöse Motive fremd. In jüngster Zeit trat er zudem als Kritiker einer Politik auf, die sich auf einen Kampf der Kulturen gründet. Er befürchtet, dass der Kulturkampf zwischen dem Westen und dem Islam langfristig die amerikanischen Interessen im Nahen Osten beschädigen könnte (unsere Anmerkung: Klar. Ohne Saudi-Arabien als Verbündeter wäre der US-Dollar am Ende, worauf wir noch zu sprechen kommen). Nachdenklich stimmt Brzezinskis Kommentar zu Samuel Huntingtons Vorhersage eines Kampfes der Kulturen: "Huntington's case appeared to be a provocative Prophecy that ought not be allowed to become self-fullfilling." („Der Fall Huntington wirkte wie eine provokative Prophezeiung, der man es besser nicht gestatten sollte, zu einer selbsterfüllenden zu werden.") Doch diese Differenzen dürfen nicht darüber hinweg täuschen, dass sich Brzezinski hinsichtlich des Ziels US-amerikanischer Vorherrschaft mit den Neokonservativen einig ist.

Glaubten Letztere dieses Ziel durch die direkte militärische Kontrolle der Ölvorräte des Nahen Ostens zu erreichen, so könnte sich unter einer von Brzezinski beeinflussten Präsidentschaft Obamas der Schwerpunkt amerikanischer Außenpolitik auf die aufsteigenden Rivalen Russland und China verlagern. Eine von Brzezinskis beeinflusste US-Außenpolitik hätte zum vorrangigen Ziel, eine weitere Vertiefung der Bündnisbeziehungen zwischen beiden Staaten, wie sie sich in der Shanghai Cooperation Organisation (SCO) vorbereiten, zu verhindern.

Ziel wäre es, China durch spezielle Angebote aus dem Bündnis zu lösen und Russland zu isolieren.
Als Sohn eines polnischen Diplomaten lebte Zbigniew Brzezinski im Alter von 8 bis 10 Jahren während des Höhepunkts der stalinistischen Säuberungen in der Ukraine. Möglicherweise ist dies der Grund, warum Brzezinskis Denken auf verhängnisvolle Weise auf Russland fixiert ist. Wie im folgenden zu zeigen sein wird, gibt es begründeten Anlass zu der These, dass sich unter einer Präsidentschaft Obamas die bereits eingeleitete Entwicklung hin zu einem neuen Kalten Krieg weiter verschärfen wird.
Dies wird besonders deutlich, wenn man die beiden zentralen Prämissen berücksichtigt, die Brzezinski seinem Hauptwerk „The Grand Chessboard" – aber auch all seinen anderen Schriften – zu Grunde legt. In deutscher Übersetzung heißt das Buch: „Die einzige Weltmacht". Dieser Titel bezeichnet den ersten Grundsatz, nämlich den erklärten Willen der USA, vorerst die „einzige" und – wie Brzezinski es nennt – sogar „letzte" Weltmacht zu bleiben. Noch entscheidender ist jedoch die zweite Prämisse. Ihr zufolge ist Eurasien „das Schachbrett, auf dem der Kampf um globale Vorherrschaft auch in Zukunft ausgetragen wird."

Diesem zweiten Grundsatz liegt die Einschätzung zu Grunde, dass eine Macht, die in Eurasien die Vorherrschaft gewinnt, damit auch die Vorherrschaft über die gesamte übrige Welt gewonnen hätte. „Dieses riesige, merkwürdig geformte eurasische Schachbrett - das sich von Lissabon bis Wladiwostok erstreckt - ist der Schauplatz des global play."[...] wobei eine Dominanz auf dem gesamten eurasischen Kontinent noch heute die Voraussetzung für globale Vormachtstellung ist." Und zwar einfach deshalb, weil Eurasien der mit Abstand größte Kontinent ist, auf dem 75 Prozent der Weltbevölkerung leben und der dreiviertel der weltweit bekannten Energievorkommen beherbergt. Brzezinski folgert deshalb: „Eine Macht, die Eurasien beherrscht, würde über zwei der drei höchst entwickelten und wirtschaftlich produktivsten Regionen der Welt gebieten." Außerdem sind „Amerikas potentielle Herausforderer auf politischem und/oder wirtschaftlichem Gebiet [...] ausnahmslos eurasische Staaten."
Brzezinski kommt deshalb zu dem Schluss, dass das erste Ziel amerikanischer Außenpolitik darin bestehen muss, „dass kein Staat oder keine Gruppe von Staaten die Fähigkeit erlangt, die Vereinigten Staaten aus Eurasien zu vertreiben oder auch nur deren Schiedsrichterrolle entscheidend zu beeinträchtigen." Es gelte, „die Gefahr eines plötzlichen Aufstiegs einer neuen Macht erfolgreich (hinauszuschieben)." Die USA verfolgen das Ziel, „die beherrschende Stellung Amerikas für noch mindestens eine Generation und vorzugsweise länger zu bewahren ...". Sie müssen „das Emporkommen eines Rivalen um die Macht (...) vereiteln."
Quelle: http://www.hintergrund.de/20080826235/politik/welt/die-welt-als-schachbrett-der-neue-kalte-krieg-des-obama-beraters-zbigniew-brzezinski.html

Was Brzezinski schon 1997 als Ziel amerikanischer Außenpolitik beschrieb (und nun versucht wird, in der Ukraine durchzusetzen), hat natürlich ein finanzielles Fundament, auf dem die US-Vormachtstellung bislang sicher gebaut scheint: Den US-Dollar!
Vielen neuen Lesern dürfte der Zusammenhang zwischen (Öl)Kriegen, unserem Finanzsystem und Staatsschuldenkrisen immer noch nicht bewusst sein. Das Wichtigste, was Sie wissen müssen, ist zunächst folgendes:
Nur wenn die USA nach und nach Zugriff bzw. Kontrolle über die globalen Ölreserven haben, ist unser Papiergeldsystem, welches seit Schließung des Goldfensters 1971 auf einem US-Dollar/Öl-Standard basiert, weiter überlebensfähig.

Warum ist dies so?
Für neue Leser dürfte der Begriff US-Dollar-Öl-Standard (oder Petrodollar-Standard) etwas verwirrend sein, weshalb wir ihn noch einmal erklären möchten:

Seit der Schließung des „Goldfensters" 1971 ist das globale Geldsystem ein reines Papiergeldsystem, welches rein auf Vertrauen basiert. Kern des Geldsystems ist die Weltleitwährung US-Dollar, an den noch circa 50 andere Währungen gekoppelt sind. Dieser wiederum ist eng mit dem Ölhandel verknüpft. Zur Zeit werden täglich circa 90 Mio. Barrel Öl gefördert, was einem Handelsbetrag von circa 5 Mrd. USD entspricht. Auf das Jahr gerechnet, ist der Ölmarkt also circa 2 Billionen USD schwer.
Aus der Dollarfakturierung des Erdöls lassen sich zwei Bedeutungen ableiten:

  • Erstens hat die große und konstante Abhängigkeit der Weltwirtschaft vom Rohöl zur Folge, dass der Wechselkurs jedes Landes gegenüber dem US-Dollar eine entscheidende ökonomische Größe ist - schließlich beeinflusst er in großem Maß die Rohstoffpreise eines Landes.
  • Zweitens verursacht die fast ausschließliche Dollarfakturierung bilanztechnisch Verbindlichkeiten der US-Zentralbank FED gegenüber den erdölexportierenden Ländern in enormem Umfang, da diesen Ländern durch den Ölexport große Dollarbestände zufließen. Seit jeher fließt daher ein nennenswerter Anteil der Dollarbestände in die USA zurück. Dies führt zu der für die USA angenehmen Situation, dass dem Land erstens durch die Deckung der hohen Nachfrage nach US-Dollar hohe Seignorage-Einnahmen zufallen.
  • Drittens profitieren die USA von nachhaltig starken Kapitalimporten aus den Ölländern, die zu hohen Investitionen im Land führen. Die Ölländer kaufen im Gegenzug massiv US-Staatsanleihen (oder andere USD-Anlagen) und sorgen mit dem Öl quasi dafür, dass sich die USA immer weiter verschulden können. Kritiker vergleichen dies mit einer Bank, die Schuldscheine ausgibt, die aber anschließend von den Gläubigern wieder bei derselben Bank angelegt werden. So führt der starke Dollarrückfluss in die USA sowohl zu einer höheren Inflation als auch zu einer langfristig kaum mehr tragfähigen Verschuldung des Landes.

>>> Hat man dieses System einmal verstanden, dürfte jedem klar sein, dass eine Fakturierung von Erdöl (und allen anderen Rohstoffen) in anderen Währungen nicht nur sehr gefährlich für die globale Vormachtstellung der USA und den US-Dollar wären.
Es wäre wohl das Ende der US-Dollar-Hegemonie und damit das Ende der US-Vormacht­stellung in der Welt.
Wären sich alle Erdölländer auf der Welt einig, ab sofort nur noch Euro, Yen oder Gold für ihr Öl zu verlangen, wären die USA quasi über Nacht pleite! Eine Pleite der USA würde jedoch das komplette Bankensystem kollabieren lassen.
Im Umkehrschluss heißt das: Nur bei einer Fortsetzung des US-Dollar/Öl-Standards ist der gigantische Verschuldungsapparat der USA (und seiner westlichen Verbündeten, die sich diesem US-Dollar-System unterworfen haben) noch am Laufen zu halten.
Deshalb geht es bei den meisten Konflikten und Kriegen um nichts weniger als die Aufrechterhaltung unserer gewohnten, auf den US-Dollar basierenden (Papier)Geldordnung.

 

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